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Eine Reise nach Italien veränderte alles. Im Sommer 1995 nahmen mich meine Tante und mein Onkel mit an den Gardasee. Es war ein heißer
Sommer und die Sonne schien jeden Tag. Bereits auf dem Hinweg erlebten wir lustige Ereignisse. Zum
Beispiel am Brenner-Pass...

Ein großer Stau hatte sich auf der neuen Brenner-Brücke gebildet und wir stiegen aus, weil es uns im
Auto zu warm war und wir die schöne Aussicht genießen wollten. Ich hatte während der Fahrt meine Schuhe
ausgezogen und dachte mir nichts dabei, als ich barfuß am Straßenrand stand und die Landschaft bewunderte.
Hin und wieder rollten die Autos ein paar Meter vor und ich ging ein paar Schritte. Meine Tante und mein
Cousin stiegen wieder ins Auto. Ich mochte noch nicht. Herrlich - dieser Sonnenschein, dachte ich.
Ich schloss die Augen und spürte die wärmenden Strahlen auf meiner Haut. Als ich die Augen wieder öffnete,
sah ich unser Auto schon 10 Meter weit weg. Meine Tante rief aus dem Fenster ich solle schnell machen, es
gehe weiter. Ich ging etwas schneller, aber die Autos fuhren auch schneller und ich begann zu laufen. Aus
dem Laufen wurde ein Rennen. So lief ich ca. 1 km barfuß am Brenner. Ein tolles Erlebnis. :-)
Wir wohnten in Bardolino in einer
weißen Finca. Die Zimmer waren kühl und das Wohnzimmer hatte einen Kamin und daran schloss eine schattige
Terrasse an. Ein Segen in diesem Sommer. Nein, nicht der Kamin, sondern die schattige Terrasse war gesegnet. :) 20 Meter entfernt war ein Pool, der auch von anderen Gästen
genutzt wurde. Zum "Lago" brauchten wir in etwa 20 Minuten und ich mochte diesen Weg. Er führte an Zypressen
und Pinien vorbei und an den alten Villen. Mittags
hielten wir es wie die Italiener und machten eine Siesta auf unserer schattigen Terrasse, aßen leichte
Kost und Kaltschale, lasen Bücher, malten Bilder oder lauschten den Grillen. Erst nachmittags gingen wir an den See und abends in die Altsadt. Da lag sie vor uns und strahlte jeden Tag aufs Neue.
In bester Erinnerung
geblieben sind mir die Tagesausflüge zu den Ruinen altrömischer Bauwerke, die Wanderung auf dem Monte
Baldo, Venezia, der Besuch eines Weingutes und die Stadt Verona, die wir zweimal besuchen sollten.
Der erste Besuch war am Tage und führte uns von der Arena di Verona zum verwunschenen Balkon der holden Giulietta.
Er befindet sich heute in der Via Cappello 23. Der zweite Besuch in dieser schönen Stadt sollte noch eindrucksvoller sein und brachte mich der Italienischen Oper nahe.
"Rigoletto" verzauberte mich und die Musik die aufgeheizte Arena.
Il
"Pericolo" öffnete mir in diesem Urlaub die Augen. Danke Tante S. und Onkel Chr. - ohne Euch wäre das
niemals möglich gewesen..
Bernau, im Jan. 2009
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